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Ihr Praxisteam Schmerz und Psyche.

Psychotherapie

bedeutet, sich selbst zuzuwenden und für das Gegenwärtige zu öffnen. Und wie immer gibt es viele Wege nach Rom…

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)​

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) gehört neben der Verhaltenstherapie, der analytischen Psychotherapie sowie der systemischen Therapie zu den sogenannten Richtlinienverfahren, die von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. TP basiert auf der Annahme, dass hinter unseren seelischen Symptomen immer auch unbewusste Wünsche, Motivationen, Einstellungen oder Gefühle verborgen sein können, die unser Handeln und Fühlen mitbeeinflussen. Wir gehen davon aus, dass es durch noch ungelöste innere Konflikte immer wieder zu einem seelischen Ungleichgewicht kommt und später Symptome einen möglichen Versuch darstellen, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln den Status quo aufrecht zu erhalten. Diese inneren Konflikte können sich zum Beispiel in starken unerklärlichen Gefühlsregungen in bestimmten Situationen, in widersprüchlichen Bedürfnissen und Verhaltensweisen (z.B. dem Wunsch nach Nähe in einer Beziehung bei gleichzeitigen Distanzwünschen) oder in starken körperlichen Symptomen (Panikattacken und Angstzuständen) zeigen.

Auch chronische körperliche Schmerzen können Ausdruck eines inneren seelischen Konflikts sein

Obwohl die TP auf diesen basalen Annahmen der Psychoanalyse von Sigmund Freud basiert, entwickelte sie eine eigene, fokussierte Arbeitsweise. Wir arbeiten in der Regel in Einzel- oder Gruppentherapie, welche 50 bzw. 100 Minuten dauern.

Die eigene Biographie beleuchten

In der tiefenpsychologisch fundierten Therapie geht es daher darum, aktuelle Konflikte und Symptome sowie die dazugehörigen Gefühle gemeinsam zu verstehen. Dazu ist es wichtig, sich anzuschauen, welche Beziehungserfahrungen und frühen Prägungen der Mensch in der Kindheit und Jugend erfahren hat, damit das heutige Erleben und Verhalten dadurch besser verstanden werden kann. Das bedeutet, dass das Beleuchten von Teilen der eigenen Biographie ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist und zum Verständnis des eigenen Verhaltens beiträgt. Es kann z.B. sein, dass bestimmte Verhaltensmuster in der Kindheit „Sinn“ gemacht haben und eine Person diese Muster natürlich im weiteren Leben übernimmt und damit häufig gut durchs Leben geht. Erst wenn Situationen auftreten, in denen das Verhalten nicht mehr passt, kommt es zu Konflikten und dem daraus resultierenden Leidensdruck.

Neue Wege einschlagen

Je bewusster uns diese verschiedenen Anteile und Dynamiken unserer Persönlichkeit werden, desto besser können wir Menschen uns selbst verstehen und desto leichter können wir neue Wege im Leben einschlagen, die inneres Wachstum ermöglichen. Ziel der Therapie ist es also, dass dieser Zusammenhang aus den entstandenen Verhaltensmustern der Kindheit und dem aktuellen Leidensdruck in der Gegenwart zunehmend bewusster wird und daraus neue Verhaltens- und Erlebensweisen entstehen. Je mehr uns diese noch unbewussten Persönlichkeitsanteile bewusster werden, umso eher können wir ein fürsorglicheres Verhalten oder einen angemesseneren Umgang mit uns selbst und anderen entwickeln und ausleben.

Es geht also darum, das "Hier und Heute" aus dem "Gestern" besser zu verstehen, um für das "Morgen"

etwas Neues wagen zu können!

Wir arbeiten in der Praxis auf der Basis der TP mit ergänzenden Elementen aus der Körperpsychotherapie (Funktionelle Entspannung), imaginativen Elementen aus der katathym imaginativen Psychotherapie (KIP) und Ego-State-Interventionen. Die Therapiesitzungen finden als Einzel- und Gruppenpsychotherapiesitzungen statt. Der Schwerpunkt der Angebote liegt auf der Gruppenpsychotherapie, da diese unseren menschlichen Grundbedürfnissen nach sozialer Interaktion für das Neu- und Umlernen im Rahmen des therapeutischen Prozesses sehr entspricht. Kontraindikationen für eine gruppenpsychotherapeutische Behandlung sind anhaltende psychotische Zustände, schwere Impulskontrollstörungen, akute Suizidalität und Desorientiertheit. Leider können wir Patienten mit instabilen Abhängigkeitserkrankungen und instabilen schizophrenen bzw. wahnhaften Störungen nicht behandeln.

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